1. Woche (15.12.21 - 21.12.21)

Direkt nach der Hundehochzeit beginnt das Wunder des Lebens in Gemmas Bäuchlein. Ganz im Verborgenen reifen Antons Samenzellen noch einige Stunden und warten darauf, dass die Eizellen die nötige Reife erreichen. Das dauert etwa 2 bis 3 Tage nach dem Eisprung. Dann heißt es schnell werden: Nur den schnellsten Spermien gelingt es, in eine Eizelle einzudringen. Gemmas und Antons Erbanlagen vereinen sich, so dass ein neues individuelles Wesen entsteht, ein kleines Pünktchen. Da Gemma reinerbig ist, werden alle Welpen genau wie sie weiß-schwarz sein. Einige werden aber das braune Gen von Papa Anton, der zwar phänotypisch weiß-schwarz ist, aber ein braunes Gen trägt,also mischerbig ist, erben.

Ob Gemma wohl ahnt, was in ihrem Bäuchlein vorgeht?

2. Woche (22.12.21 - 28.12.21)

In der 2. Woche machen sich die befruchteten Eizellen auf den Weg zu Gemmas Gebärmutter. Unterwegs teilen sie sich schon mehrfach. Nachdem sie die Gebärmutterhörner erreicht haben, schwimmen sie noch eine ganze Weile frei umher, bis sie dann am 16. bis 18. Tag einen Platz in der Gebärmutterschleimhaut einnehmen.

Unsere sportliche Gemma ist bei bestem Winterwetter, das uns am 1. Weihnachtstag sogar ein wenig Schnee bescherte, täglich in unserem schönen Sauerland unterwegs.

3. Woche (29.12.21 - 4.1.22)

In dieser Woche suchen sich die kleinen Wesen einen Platz in der Gebärmutter, für jeden bildet sich eine Plazenta aus, mit der sie mit der Mutter verbunden sind. Die einzelnen Zellen bekommen ihre spezifischen Aufgaben: Einige haben den Auftrag an der Bildung von Organen beteiligt zu sein, andere bilden Pfötchen, Schwänzchen und Öhrchen aus.

Gemma freut sich über das milde Wetter zum Jahreswechsel, hießt das doch, dass die Mäuschen wieder dicht unter der Grasnarbe trippeln. So kommt unsere werdende Mama oft, nach zwar erfolgloser Jagd, mit einem Erdschnütchen nach Hause. Ansonsten ist sie im Wohlfühlmodus, frisst und schmust gerne.

Hundeembryo mit 20 Tagen

4. Woche (5.1.22 - 11.1.22)

In der 4. Woche beginnt ein rasantes Wachstum: Zu Beginn der Woche sind die Embryonen gerade mal erbsengroß, am Ende der Woche haben sie die Größe einer Walnuss erreicht!

Das Gehirn entwickelt sich, die kleinen Herzchen beginnen zu schlagen.Gleichzeitig beginnt die Organentwicklung.

 

Embryo, 25 Tage alt

Diesen verträumten Blick hat unsere Gemma jetzt häufiger. Ob das wohl etwas zu bedeuten hat?

Es hat!!!! Gemma ist trächtig! Hier sieht man gleich 4 kleine Fröschlein auf einen Streich, die sich heute Abend bei unserer Tierärztin bei der Abendgymnastik beobachten ließen! Wunderbar! Wir freuen uns sehr und konnten auch schon Papa Anton und einigen zukünftigen Welpeneltern berichten (24. Tag).

Perfekte Tarnung: Unsere Gemma im Schnee (26. Tag).

Am liebsten ist Gemma mit meinem Mann und ihrer Großmutter, die im April 12 wird, unterwegs!

5. Woche (12.1.22 - 18.1.22)

Jetzt werden die Kleinen Föten genannt. Die Organe bilden sich aus, die Zehen sind einzeln zu erkennen, ebenso die winzigen Ohrmuscheln und die Augenlider.

Die Ernährung unserer Gemma bleibt noch gleich, nur wird dem erhöhten Proteinbedarf mit einer Extraportion Naturjoghurt, Hüttenkäse oder Ziegenmilch, die mit Honig verfeinert wird, Rechnung getragen. Bei dem schönen Winterwetter sind wir weiterhin täglich in unserem herrlichen Sauerland unterwegs.

Unsere werdende Mutter denkt, sie sei eine Katze und gräbt gerne die Mäuschen in  den Wiesen aus. Auch wenn ihr das Jagdglück nicht hold ist, liegt sie anschließend hoch befriedigt auf ihrem Kissen. Der Weg ist hier wohl das Ziel!

6. Woche (19.1.22 - 25.1.22)

Die Ausbildung der Organe unserer kleinen L-chen ist jetzt abgeschlossen. In dieser Woche bildet sich die Fellfarbe. Alle Welpen werden weiß-schwarz sein. Außerdem wachsen die Welpen in den letzten 4 Wochen bis zur Geburt enorm. Dem muss jetzt natürlich mit entsprechendem Spezialfutter für trächtige Hündinnen Rechnung getragen werden.

Der Appetit unserer kleinen Mutti ist beängstigend. Sobald einer von uns die Küche aufsucht, ist sie dabei. Um den größten Hunger zu stillen, gibt es zwischendurch immer mal ein Stück Apfel, eine Möhren oder Naturjoghurt. Auch Hüttenkäse und Ziegenmilch sind sehr beliebt.

 

DZGD

VDH/FCI