Hier wollen wir nun die Trächtigkeit unserer Edda und die Entwicklung der kleinen J-chen begleiten.

1. Woche (10. Dezember bis 16. Dezember 2019)

Die Eizellen, die Edda durch die Ovulation zur Verfügung stellt, brauchen 2 bis 3 Tage um zu reifen und befruchtungsfähig zu werden. So lange ruhen sich die Spermien aus, um sich dann im geeigneten Augenblick auf die Eizellen zuzubewegen. Die Spermien sind nach der Hundehochzeit 7 bis 11 Tage befruchtungsfähig.

2. Woche (17. bis 23. Dezember)

Nach der Vereinigung von Ei- und Samenzelle ist die Grundlage für ein kleines J-chen gelegt.

Alle Erbanlagen von Mama Edda und Papa Mac sind in diesem Winzling vorhanden. Wir können nur andächtig auf das Wunder der Natur schauen, was sich ganz im Verborgenen in Eddas Bäuchlein abspielt. Die kleinen J-chen machen sich auf den Weg zu den Gebärmutterhörner, wobei sie sich immer wieder teilen.

Alle J-chen werden weiß-schwarz sein, einige werden wie ihre Mama reinerbig, andere wie Papa Mac mischerbig werden. Das sieht man aber nur, wenn ein spezieller Gentest gemacht wird. Nach außen, also phänotypisch, sehen alle gleich aus.

 

3. Woche (24. bis 30. Dezember)

Durch die sogenannte Gastrulation bekommen die einzelnen Zelllen am 15. Tag ihre spezifischen Aufgaben, hier wird eine Zelle mit der Bildung des Auges beauftragt, dort soll eine Zelle an dem Aufbau der Pfoten beteiligt sein. Gleichzeitig teilen sich die Zellen immer wieder, so dass es zu einem rasanten Wachstum kommt. In den beiden Gebärmutterhörnern angekommen, schwimmen die kleinen Lebewesen zunächst noch ungeordnet und frei umher, bis sie sich dann einen Platz in der Zellwand suchen. Jetzt beginnen die Plazenten, über die jedes kleine Wesen mit der Mutter in Kontakt steht und von ihr ernährt wird, zu wachsen.

Sich verwöhnen lassen ist Eddas neues Hobby.

4. Woche (31. Dezember 2019 bis 6. Januar 2020)

In der 4. Woche beginnt ein rasantes Wachstum der Kleinen J-chen. Zu Beginn der Woche sind sie etwa erbsengroß, um den 6. Januar herum haben sie die Größe einer Walnuss. Die kleinen Herzchen beginnen zu schlagen und das Gehirn entwickelt sich. In der 4. Woche werden auch alle Organe ausgebildet. Die Zehen setzen sich von den Pfoten ab, die Öhrchen bilden sich aus.

Mit täglichen Strandläufen hält sich unsere sportliche Edda fit, wilde Spiele mit der heiß geliebten Frisbee lehnt sie allerdings ab. Auch beobachten wir ein vermehrtes Schlafbedürgnis bei Edda.

Heute, am Dreikönigstag, haben uns die Fledermäuse einen ersten Einblick in Eddas Bäuchlein ermöglicht und siehe da.... zwei kleine J-chen konnten wir auf einen Streich entdecken.  Wir nennen sie mal  "Jan" und "Joke" nach unseren lieben Nachbarn in Holland. Im weiteren Verlauf der Ultraschalluntersuchung zeigten sich noch andere J-chen, so dass wir wieder mit einem großen Wurf rechnen können.

Edda geht es blendend, sie lässt sich verwöhnen und nimmt nun wieder ihre Wanderungen durch unser schönes Sauerland auf.

5. Woche (7. Januar bis 13. Januar 2020)

In der 5. Woche ist die Halbzeit der Trächtigkeit erreicht. Am Ende der Woche ist die Organbildung abgeschlossen. Die Zehen, Krallen und Barthaare entwickeln sich.

Die Embryonen heißen jetzt Föten.

Eddas Speiseplan wird jetzt mit Eiweiß angereichert. Wegen der Purinunverträglichkeit der Dalmatiner gibt es Proteine in Form von Magerquark, Hüttenkäse bzw. Joghurt, die keine oder nur sehr wenige Purine enthalten.

Das Spezialfutter für trächtige Hündinnen habe ich bestellt und Edda wird es gegen Ende der Woche bekommen. Dieses Futter ist besonders gut für tragende und säugende Hündinnen geeignet und wird bei uns schon seit Jahren eingesetzt. Daneben gibt es frische, geschälte Möhren oder ein Stück Apfel. Edda liebt diese kleinen Leckerbissen, die sie aber auch mit den anderen Hunden teilt (allerdings nicht ganz freiwillig).

Edda hat immer den Tatort "Küche"  im Blick: Es könnte ja sein, dass etwas für sie abfällt.

Obwohl Edda auch in der Hälfte der Trächtigkeit noch sehr sportlich unterwegs ist, zeigt das Bandmaß jeden Tag etwas mehr an. Die Welpen wachsen jetzt besonders stark und das sieht man Edda auch langsam an.

6. Woche (14. Januar bis 20. Januar 2020)

Sowohl alle inneren Organe als auch die Augen und Ohren der J-chen sind jetzt schon entwickelt. Die Augenlider wachsen zu und bedecken und schützen die Augäpfel. Die einzelnen Zehen sind vollständig voneinander getrennt. Die Fellfarbe und das Fell beginnen sich zu entwickeln. Jedes kleine J-chen liegt gut geschützt in einer Hülle von Fruchtwasser umgeben und lässt sich täglich von Mama Edda durch die Wälder hinter unserem Haus schaukeln.

Fünf? Alle für mich!

Bei herrlichem Sonnenschein saust unsere sportliche werdende Mama über die Wiesen!

7. Woche (21. Januar bis 27. Januar)

Die Föten von Edda und Mac sehen jetzt schon aus wie kleine Hunde. Es fehlt ihnen aber noch das nötige Gewicht und das legen sie in den restlichen drei Wochen zu. Dazu muss unsere Edda natürlich tüchtig und, vor allem das Richtige, essen.

Da die kleinen Skelette im Laufe dieser Woche verkalken, werden wir wohl die ersten zaghaften "Klopfzeichen" unserer J-chen am Ende der Woche wahrnehmen können. Das ist ein rechter Gänsehautaugenblick, wir spüren plötzlich: Sie sind da!

Die wunderbaren Fotos der Embryonen/ Föten sind dem You Tube Video "Von Wunder des Lebens Säugetiere" entnommen.

DZGD

VDH/FCI