Hier gibt es einige Erziehungs- und sonstige Tipps rund um den Dalmatiner, die ich in den vielen Jahren, in denen Dalmatiner mit uns zusammenleben, gesammelt habe.

 

Alleinlassen

 

 

 

Viele Welpeneltern nehmen sich Urlaub, um den jungen Hund in der ersten Zeit im neuen Heim nicht allein zu lassen. An sich ist der Gedanke natürlich richtig, so hat man viel Zeit, um sich an das neue Familienmitglied zu gewöhnen. Spätestens wenn der Urlaub vorüber ist, wird der kleine Kerl dann aber mit der rauen Wirklichkeit konfrontiert: Er muss viele Stunden am Tag allein bleiben. Gehen Sie auch hier davon aus, dass der Hund kein Mensch ist. Hunde haben kein Zeitgefühl, d.h. ob Sie ihn nun eine oder drei Stunden allein lassen, wird ihm nicht auffallen. Gewöhnen Sie Ihren Welpen frühzeitig daran, dass er auch mal eine gewisse Zeit allein bleiben muss. Geben Sie Ihm hierfür einen nicht zu großen Raum, ein Welpe fühlt sich in kleinen Räumen am wohlsten. Ich kann mich z.B. daran erinnern, dass Dancer als Welpe den Hauswirtschaftsraum liebte, der etwa sieben Quadratmeter groß ist und am allerliebsten legte er sich dort in eine Wäschewanne mit schmutziger Wäsche, die so schön nach allen Familienmitgliedern roch. Sie können Ihrem jungen Hund vielleicht einen Teil der Wohnung oder ein Zimmer mit einem Türgitter (in Kindergeschäften erhältlich) abteilen. Wichtig ist, dass Sie ihm ein altes Kleidungsstück von sich hineinlegen. Außerdem braucht er natürlich seinen Napf mit frischem Wasser und ein Spielzeug. Besonders gut geeignet ist ein Kauknochen oder etwas Ähnliches, mit dem sich das Tier in Ihrer Abwesenheit beschäftigen kann. So kommt er nicht auf dumme Gedanken und knabbert auch keine Möbel an. Sollten Sie wirklich einmal längere Zeit (zu Anfang länger als drei Stunden) außer Haus sein, so bitten Sie doch eine vertrauenswürdige Nachbarin, den Hund kurz Gassi zu führen, denn so lange hält er es natürlich noch nicht aus. Wenn Sie Ihren Welpen an eine Hundebox gewöhnen und er sie als seine Rückzugsmöglichkeit empfindet, bleibt er während kurzer Abwesenheit (nicht länger als eine Stunde) sicher auch gerne dort liegen. Das ist besonders praktisch, wenn Sie oft verreisen und Ihr Hund während der Mahlzeiten im Hotelzimmer bleiben soll. Ist der Hund älter als zwanzig Wochen, so kann er getrost einen Vormittag allein bleiben und wird dann auch nicht die Wohnung verschmutzen. Alle unsere Hunde blieben und bleiben den Vormittag über allein. Sie werden sehen, wie anpassungsfähig so ein Tier ist. Es richtet sich sein Leben so ein, dass es viel schläft und ruht, wenn niemand im Haus ist und ist dann, wenn Sie nach Hause kommen, um so aktiver. Wichtig ist, dass Sie aus dem Abschied kein Drama machen. Gehen Sie vielmehr, wenn Sie die Vorbereitungen getroffen haben, zügig und ohne sich extra zu verabschieden aus dem Haus.

 

 

 

Dalmatiner und Sport

 

 

 

Das ist ein Thema, das ganz groß geschrieben sein sollte. Mit einem Dalmatiner haben Sie sich eine echte Sportskanone ins Haus geholt und die muss täglich trainieren. Wenn Sie von sich selbst sagen, dass Sie zum Zigarettenautomaten lieber mit dem Auto fahren und diese Einstellung auch nicht ändern wollen, gebe ich Ihnen den ernst gemeinten Rat, die Finger von einem Dalmatiner zu lassen. Da gibt es bestimmt andere Hunderassen, die nicht so viel Bewegung brauchen. Da ein Dalmatiner in der Wohnung sehr ruhig ist, muss diese gar nicht groß sein. Sie brauchen auch kein Haus und keinen Garten, um so einen Hund halten zu können. Sie müssen allerdings den festen Willen haben, jeden Tag, ob es regnet, stürmt oder schneit, mit dem Hund raus zu gehen. Er braucht als ausgewachsenen Hund ca. 2 bis 3 Stunden Bewegung am Tag, d.h. nicht langsames Schlendern oder Einkaufen Gehen, sondern richtiges Laufen auf einer Wiese, durch Felder und Wälder. Da die meisten Dalmatiner keinen Jagdtrieb haben, ist es leicht sie von der Leine zu lassen.

 

 

 

Ein Dalmatiner liebt es auch, am Fahrrad zu laufen. Im Alter von einem Jahr, bitte nicht früher, sonst bekommt auch ein gesunder Hund Probleme mit seinen Gelenken, können Sie ihn problemlos ans Fahrrad gewöhnen. Wenn Sie die Leine nicht in die Hand nehmen wollen, gibt es gute Vorrichtungen, mit denen Sie den Hund am Fahrrad sichern können und beide Hände zum Fahren frei haben.

 

 

 

Unsere Dalmatiner sind echte Wasserratten. Sie schwimmen und tauchen ausgesprochen gern. Während eines Strandurlaubs können Sie mit Ihrem Hund zusammen schwimmen gehen, das ist ein großes Vergnügen für beide.

 

 

 

Eine Bitte: Kommen Sie nicht auf die Idee, den Hund aus Zeitmangel hinter dem Auto herlaufen zu lassen. Das ist Tierquälerei! Bedenken Sie auch, dass durch die Bewegung an der frischen Luft nicht nur Ihr Hund seine Gesundheit erhält, sondern auch Sie etlichen Zivilisationskrankheiten vorbeugen können. Wenn Sie wenig Zeit haben, gehen Sie mit Ihrem Hund auf eine große Wiese und nehmen Sie einen Ball oder ein Wurfspielzeug mit. Nach intensiver Beschäftigung ist der Hund nach einer halben Stunde gut ausgelastet. Bedenken Sie aber, dass der Hund nie nach einer ausgiebigen Mahlzeit toben, springen und rennen sollte. Die Gefahr der Magendrehung besteht sonst und da hilft nur sofort zum Tierarzt. Leider muss man sagen, dass die Heilungsaussicht bei einer Magendrehung ausgesprochen gering ist.

 

 

 

Alles was hier bisher gesagt wurde, gilt aber nicht für den Welpen. Die Gelenke eines Welpen müssen möglichst geschont werden. Das heißt von langen Spaziergängen oder Wanderungen ist absolut abzuraten. Führen Sie Ihren Hund mehrmals täglich einige Minuten Gassi, so dass er sich lösen kann. Wenn Sie doch einmal länger unterwegs sein müssen, nehmen Sie den Welpen auf dem Rückweg auf den Arm. Vermeiden Sie es, den Welpen Treppen steigen zu lassen. Erst allmählich sollten Sie ihn an eine Treppe gewöhnen. Nach und nach können Sie dann die tägliche Spaziergehzeit etwas steigern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Fellpflege

 

Unsere Dalmatiner riechen nicht, es sei denn, sie sind krank. Es ist deshalb überflüssig den Hund zu baden. Bedenken Sie, der Hund hat ein natürlich gefettetes Fell, was ihn warm hält und vor Hauterkrankungen schützt. Dalmatiner haben kein Unterfell, wie z.B. Schäferhunde. Das heißt sie haaren nicht zweimal jährlich, sondern verlieren ständig einige Haare. Um zu vermeiden, dass das Haaren überhand nimmt und um dem Fell einen seidigen Schimmer zu verleihen, sollten Sie Ihren Hund ein- bis zweimal in der Woche mit einer Gumminoppenbürste pflegen. Draht- oder Borstenbürsten sind für das Dalmatinerfell nicht geeignet!!! Nach anfänglichem Sträuben wird sich Ihr Hund bald gern bürsten lassen und diese extra Streicheleinheiten genießen. Haare in Kleidungsstücken kann man einfach entfernen, indem man sie in den Wäschetrockner tut. Auch die Kleberollen von Ikea oder aus dem Fressnapf tun gute Dienste.

 

 

 

 

 

Sauberkeitserziehung

 

Ihr Welpe ist stubenrein!

 

 

 

 Zwar nicht schon mit 5 Wochen, wie mancher Züchter irrtümlich darstellt, aber im Laufe der 8. bis 9. Woche lernt er, seine kleinen Geschäftchen draußen zu machen.

 

Dass ein kleiner Hund seine Ausscheidungen noch nicht so kontrollieren kann, wie ein älteres Tier, ist nur natürlich. Wichtig ist, den Welpen in den ersten Tagen und Wochen ganz genau zu beobachten. Senkt er sein Köpfchen und läuft schnüffelnd herum, dann wird es allerhöchste Zeit, ihn nach draußen zu befördern. Wenn Sie jetzt anfangen, Ihre Schuhe zu suchen und den Mantel aus der Garderobe zu holen, dann ist es leider zu spät. Wie gesagt, ein kleiner Hund kann noch nicht warten. Wenn Sie die oben beschriebene Bewegung bei dem Kleinen beobachten, nehmen Sie ihn am besten auf den Arm, klicken ihm dann die Leine an und gehen direkt raus. Führen Sie Ihren Hund immer an dieselbe Stelle, er riecht das und wird sich sehr schnell lösen. Aber bitte beachten Sie: Wo er einmal hinmacht, macht er immer hin. Also besser nicht auf Nachbars Blumenbeet oder in den frisch bepflanzten Gemüsegarten führen. Ist doch mal ein Malheur in der Wohnung passiert, gibt es nur ein wirklich wirksames Mittel, das in Zukunft zu vermeiden. Nehmen sie eine Zeitung, rollen Sie diese fest zusammen und hauen Sie sich damit auf den Kopf und sprechen dabei ernsthaft die Worte:“ Ich hab´nicht aufgepasst!“

 

 

 

Grundsätzlich gilt: Der Welpe muss nach dem Spielen, nach dem Schlafen und sofort! nach dem Essen schnellstens ins Freie transportiert werden, damit er sich lösen kann. Meistens tut er das auch sehr schnell und wird dann möglichst immer mit den gleichen Worten gelobt, z.B. „ Fein, brav gemacht!“

 

 

 

Macht er wirklich einmal ins Haus, was bei aller Vorsicht in den ersten Wochen doch einmal passieren kann, ist es wichtig, die Hinterlassenschaft möglichst schnell zu entfernen, wobei man einen Haushaltsreiniger mit starkem Eigengeruch verwenden sollte. Wenn nämlich Geruchsreste von Pippi übrig bleiben, ist der Hund geneigt, immer wieder an diese Stelle zu machen.

 

 

 

Um den Schaden in den ersten Wochen gering zu halten, sollte man in dieser Zeit, wenn es möglich ist, alle Teppiche aus den Räumen, die dem Hund zugänglich sind, entfernen. Erfahrungsgemäß macht so ein Winzling lieber auf einen weichen Teppich, den Sie dann umständlich reinigen müssten, als auf harte Fliesen.

 

 

 

Was mache ich nachts mit dem Hund? Einige Hundebesitzer lassen ihren Hund in einer Transportbox schlafen, damit er nachts nicht in die Wohnung macht. Ich persönlich bin der Meinung, dass der kleine Hund am besten im Bett bei Herrchen und Frauchen aufgehoben ist. Dazu gehört die Erkenntnis, dass Hunde nie dort Pippi machen, wo sie schlafen. Sobald der Hund wach wird, bemerken Sie es und können ihn schnell ins Freie transportieren. Wenn der Hund spät abends sein großes Geschäft gemacht hat, hält er es auch in der Regel bis zum nächsten Morgen durch. Noch ein Tipp: Geben Sie einem Welpen nach sechs Uhr abends nichts mehr zu trinken. Nach der letzten Mahlzeit bekommt er seinen Napf mit frischem Wasser und danach kommt der Napf weg.

 

 

 

Eine Bitte noch: Die Gemeinden verteilen an Hundbesitzer in vielen Fällen kostenlos so genannte HuKo –Beutel. Fragen Sie danach, wenn Sie Ihren Hund im Hundesteueramt anmelden. Wenn Sie mit ihrem Hund durch Siedlungen oder in die Stadt gehen, benutzen Sie diese Beutel. So ersparen Sie sich viel Ärger und das Ansehen der Hundebesitzer in der Bevölkerung steigt. Stecken Sie sich einfach in jede Jacke und Handtasche einen Beutel, so sind Sie für den Notfall gut ausgerüstet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicherung von Haus und Garten

 

Wenn ein Welpe ins Haus kommt, wird vieles anders.

 

 

 

Bevor das neue Familienmitglied einzieht, sollten Sie Ihre Wohnung einmal kritisch betrachten.

 

 

 

Beliebtes Welpenspielzeug, was schon so manchem kleinen Hund das Leben gekostet hat, sind elektrische Leitungen von Lampen, Computern u. A. Versuchen Sie alle freiliegenden Leitungen hinter Schränken, Regalen zu verstecken oder lassen Sie sie in Kabeltunneln verschwinden.

 

 

 

Auch ungesicherte Balkongitter, durch die sich der Welpe hindurchzwängen kann, sind lebensgefährlich. Dasselbe gilt für Treppen und Treppengeländer. Da Welpen wegen ihres Knochenbaus grundsätzlich keine Treppen laufen dürfen, sollte man Treppen durch Treppengitter (Kindergeschäfte) sichern.

 

 

 

Wenn Sie nicht ebenerdig wohnen, sollten Sie ihren Welpen in den ersten Wochen die Treppen hinauf und hinunter tragen.

 

 

 

Wie sieht es mit Ihrem Garten aus?

 

 

 

Prüfen Sie, ob die Zäune welpensicher sind. Haben Sie Teiche oder einen Pool im Garten, lassen Sie ihren Hund nicht ohne Aufsicht. Manche Pflanzen sind für Hunde giftig: Efeu, Rhododendren.

 

 

 

Auch Schokolade macht bei Hunden nicht nur schlechte Zähne, sondern ist giftig!

 

 

 

Schneckenkorn ist absolut tödlich. Ich erinnere mich an einen ausgewachsenen, sehr schönen Dobermann, der nach dem Verzehr von Schneckenkorn elendig verendete. Kein Tierarzt konnte ihm mehr helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Autofahren

 

 

 

Es gibt Hunde, die das Autofahren lieben und manche vertragen es nicht so gut. Unsere drei Rüden gehörten zu der ersten Sorte. Sobald jemand eine Autotür öffnete, saßen sie drin. Bei Fiona verhielt es sich so, dass sie gerne Auto fuhr, ihr aber ständig übel wurde und sie sich übergeben musste, auch wenn sie nicht gefressen hatte. Auch hier zeigt sich, dass sich Hunde an alles gewöhnen können. Während ich Fiona nur noch selten im Auto mitnahm, hat ihre Züchterin, bei der sie zwei Wochen zu Besuch war, auf den Gewöhnungseffekt gesetzt. Täglich hat sie sie mit ihren anderen Hündinnen ins Auto gepackt, um mit ihnen am Rhein spazieren zu gehen. Als sie zurückkam, konnte sie Autofahren. Seit dem hat sie nie mehr gespuckt.

 

 

 

Wenn Sie einen Kombi haben, kann der Hund im Kofferraum sitzen. Damit er bei einer Bremsung nicht nach vorne katapultiert wird, sollten Sie ein Gitter oder Netz installieren. So etwas gibt es für alle gängigen Automarken. Ansonsten müssen Sie Ihren Hund auf dem Rücksitz anschnallen. Dazu muss er ein Geschirrchen tragen, das Sie in Tierhandlungen kaufen können. Dabei gibt es große Preis- und Qualitätsunterschiede. Am besten lesen Sie in „Stiftung Warentest“ nach.

 

 

 

Wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind, auch auf längeren Strecken, sollten Sie ihn vorher und auch während der Fahrt auf keinen Fall füttern. Wichtig ist aber, dass Sie Wasser und einen Napf, bzw. eine Hundetrinkflasche dabei haben.

 

 

 

Gewöhnen Sie Ihrem Hund unbedingt an, dass er so lange im Auto sitzen bleibt, bis Sie ihm den Befehl zum Rausspringen geben. Das ist an befahrenen Straßen oder an Autobahnraststätten oft lebenswichtig. Auch auf kurzen Autofahrten sollten Sie Ihren Hund im Auto sichern. Dazu schlingen Sie wenigstens die Leine um eine Kopfstütze. Dadurch ist auch gesichert, dass der Hund unkontrolliert aus dem Auto springt, z.B. bei einem Unfall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ernährung

 

Ich gewöhne meine Welpen von klein auf an ein handelsübliches Trockenfutter. Ich füttere Bosch Puppy und Bosch Puppy Bio. Sie bekommen von mir ein so genanntes Welpenpaket mit, das für die ersten Tage ausreichend ist. Danach können Sie eines der beiden Trockenfutter weiterfüttern. Bitte gewöhnen Sie Ihren Hund nicht sofort an ein neues Futter, auch wenn Sie aus fachkundiger Quelle einen Tipp für eine andere Futtersorte bekommen haben. Der Welpenmagen ist noch sehr empfindlich und würde eine plötzliche Futterumstellung übel nehmen. Der Welpe kann erbrechen oder Durchfall bekommen. In beiden Fällen sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen, da der Flüssigkeitsverlust bei Welpen schnell eine ernsthafte Gefahr darstellt. Wenn Sie das Futter umstellen wollen, so tun Sie das bitte in ganz kleinen Schritten. Mengen Sie erst sehr kleine Mengen von dem neuen Futter dem gewohnten Futter bei und erhöhen Sie diese Dosis innerhalb einer Woche schrittweise. Das Welpenfutter ist Hochleistungsfutter und sollte nicht allzu lange gefüttert werden, weil Ihr Hund sonst sehr schnell wächst, was zu Lasten des Knochenwachstums geht. Viele Probleme, die der Hund später mit seinem Skelett bekommt, haben ihre Ursache in einer falschen Fütterung. Ab der 16. Woche stellen Sie bitte auf ein Juniorfutter, z.B. Bosch Junior, um. Spätestens vom 6. Monat an sollten Sie ein Komplettfutter für große Rassen füttern. Hier achten Sie bitte auf einen möglichst geringen Proteingehalt des Futters. Bewährt haben sich Bosch sensitiv oder Bosch fish and potato. Ein hoher Eiweißgehalt könnte zur Bildung von Harnsteinen oder zu Fellproblemen führen. Wichtig ist, dass Sie dem Welpen neben seinem Futter immer genügend frisches Wasser hinstellen und auch darauf achten, dass er es trinkt. Sie werden vielleicht feststellen, dass Ihr Hund lieber aus Bächen, Teichen oder sogar Pfützen trinkt als aus dem Napf. Das ist grundsätzlich nicht schädlich, nur würde ich ölverschmutzte Pfützen auf Parkplätzen meiden.

 

 

 

Zur Reinigung seines Gebisses braucht auch der Welpe schon Knochen. Bitte keine Geflügelknochen füttern! Sie können splittern und den Magen und Darm gefährlich verletzen. Geben Sie Ihrem Hund am besten Büffelhautknochen, Rinderkopfhaut, getrockneten Pansen oder Ähnliches.Beliebt sind auch Geweihstücke, die den Vorteil haben, dass sie nicht riechen. Sie sind zwar etwas teuerer, halten aber viele Wochen, da Ihr Hund immer nur winzige Stücke abknabbern kann. Der Hund kaut auf den Kauartikeln herum, sie erleichtern das Zahnen und er ist eine ganze Weile sinnvoll beschäftigt. Gehen Sie mit Ihrem Hund Gassi, so sollten Sie zur Belohnung immer etwas Futter in der Tasche haben. Es ist nicht nötig, Hundekekse zu kaufen. Sie enthalten oft viel Weizenmehl, worauf manche Hunde allergisch reagieren. Wollen Sie Ihrem Hund etwas besonders Gutes tun, dann geben Sie ihm kleine Käsebröckchen. Ich gewöhne meine Hunde außerdem gleich an Obst und Gemüse. Als Nachmittagsmahlzeit kann man einem Welpen eine Schale Quark mit klein gedrückter Banane reichen. Auch ein Stückchen Apfel oder eine geschälte Möhre werden gern genommen. Wenn der Hund ausgewachsen ist, kann er einmal pro Woche auch einen Reis- oder Nudeltag einlegen. Auch kleine Reste vom Mittagessen, z.B. Kartoffeln oder wenig gewürztes Gemüse frisst er gerne.

 

 

 

Der erwachsene Hund wird ein oder zwei Mal am Tag gefüttert. Ich füttere meine Hunde morgens nach dem ersten Spaziergang und abends nach dem letzten. Danach gehen sie nur noch einmal kurz zum Pippimachen. Grundsätzlich gilt, dass ein Hund nach dem Essen mehrere Stunden ruhen sollte. Man sollte mit ihm weder spazieren gehen, noch toben. Vor allem das Hochspringen muss man nach der Mahlzeit vermeiden, weil es sonst schnell zu einer Magendrehung kommen kann, was für den Hund lebensgefährlich ist.

 

 

 

 

 

 

 

Speiseplan für Welpen:

 

 

 

 

 

 

 

Morgens:

 

 

 

Trockenfutter mit Hüttenkäse.

 

 

 

Mittags:

 

 

 

Trockenfutter mit Gemüse und/ oder Hähnchen

 

 

 

Nachmittags:

 

 

 

Brötchen oder Brot mit Leberwurst, Banane, Äpfel (geschält)

 

 

 

Abends:

 

 

 

Trockenfutter mit Hüttenkäse, Quark oder Joghurt

 

 

 

 

 

 

 

Snacks für zwischendurch können rohe, geschälte Möhren oder Äpfel sein. Auch ein Stückchen Käse wird gerne genommen.

 

 

 

 

 

 

 

Achtung: Bitte auf keinen Fall Schweinefleisch oder rohe Eier füttern!

 

 

 

 

 

 

 

Für ein glänzendes Fell sollten Sie Ihrem Dalmatiner täglich einen Esslöffel Distelöl unters Futter mischen. Auch Bierhefetabletten, die das Fell verbessern, knuspern unsere Hunde gern

 

 

 

 

 

 

 

Vermeiden Sie Seealgenmehl oder Nahrungsmittel, in denen es enthalten ist, da dadurch die Sprenkelbildung beim Dalmatiner verstärkt wird!

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Vitamine brauchen Sie nicht zu geben, da in einem guten Welpenfutter alles enthalten ist.

 

 

 

 Käsekekse für Vierbeiner, die auch von Zweibeiner gerne genommen werden

 

 

 

500 g Dinkelvollkornmehl

 

350 g geriebenen Gouda

 

2 Eier

 

2 EL Olivenöl

 

1 Pr. Salz

 

100 - 150 ml Wasser

 

 

 

Aus den Zutaten einen Teig kneten und bei 180 Grad Umluft ca. 30 Min. backen.

 

 

 

 

 

 

 

Hund und Kind

 

Dalmatiner sind äußerst kinderlieb. Als mein erster Dalmatiner fünf Jahre alt war, wurde unsere älteste Tochter geboren. Vorher hörten wir schon allerlei gute Ratschläge, wie z.B. Da müsst Ihr aber aufpassen! Oder sogar: Ich an eurer Stelle würde den Hund ja weggeben, der wird bestimmt eifersüchtig. Das Weggeben kam natürlich gar nicht in Frage. Nero war auch nie eifersüchtig, sondern hat immer sehr stolz unseren Nachwuchs bewacht. Unsere Kinder konnten immer alles mit ihm anstellen. Ich denke, wenn der Hund einen sicheren Platz im Menschenrudel hat, braucht man nichts zu befürchten. Im Gegenteil muss man so ein Hundetier vielleicht eher vor den Kindern beschützen, die schon man recht ruppig mit ihm umgehen.

 

 

 

Bitte machen Sie nur nicht den Fehler, den Kindern die Verantwortung für den Hund zu übertragen. Das kann nicht gut gehen. Kinder freuen sich sicher, wenn ein junger Hund ins Haus kommt. Gelegentlich gehen sie auch mit ihm spazieren. Das kann aber keine Dauerlösung sein. So ein Dalmatiner kann bei guter Gesundheit schon einmal 15 Jahre alt werden. Wer weiß, wo die Kinder bis dahin sind? Manche Tage haben sie auch keine Lust oder Zeit sich mit dem Hund zu beschäftigen. Dann sind Sie gefragt. Ihre Entscheidung für oder gegen einen Hund müssen Sie allein mit Ihrem Partner treffen, Kinder sollten diese Entscheidung nicht beeinflussen. Ein Hund in der Hand eines Kindes kann auch gefährlich sein. Ein Dalmatinerrüde wiegt gut und gern 32 kg, eine Hündin nicht wesentlich weniger. Stellen Sie sich vor, Ihr Kind geht mit so einem Kraftprotz spazieren. Da fragt man sich dann, wer geht hier mit wem. Und dann treffen die beiden noch eine läufige Hündin auf der anderen Straßenseite. Nicht auszumalen, was da alles passieren kann. Kurz gesagt: Der Hund kann sicher ein guter Spielkamerad für ihr Kind sein, die Verantwortung für den Hund aber müssen Sie selbst tragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlafstelle/Körbchen

 

Jeder Hund braucht einen eigenen Platz zum Schlafen. Bereiten Sie ihm einen Platz in Ihrer Nähe, tagsüber z.B. im Wohnzimmer oder in der Küche, nachts im Schlafzimmer. Gerade ein Welpe, der aus der Hundefamilie genommen wurde, braucht nun die Nähe seiner neuen Familie. Vor allem nachts muss er mit Ihnen zusammen sein, sonst wird er sich lautstark beschweren. Werten Sie das bitte nicht als Ungezogenheit, denn der Welpe ist es nicht gewohnt, allein zu schlafen. Bei meinem ersten Dalmatiner, den ich vor über dreißig Jahren von meinem Mann geschenkt bekam, war ich da auch noch ganz anderer Meinung. Als junge Pädagogikstudentin hatte ich schon viel von der Konsequenz bei der Erziehung von Kindern gehört. Das alles wollte ich natürlich auf meinen Hund übertragen, wobei mir damals noch nicht bewusst war, dass Hundeerziehung etwas anders geht. Die meisten Fehler in der Erziehung des Hundes werden nämlich durch ihre Vermenschlichung gemacht. Na ja, der gute Nero musste also Nacht für Nacht allein im Arbeitszimmer schlafen und weinte ganz Furcht erregend, ich aber blieb hart und hatte etliche schlaflose Nächte. Später ist Nero übrigens auch ins Schlafzimmer umgezogen. Nach der Lektüre „Mit dem Hund auf du“ des Schweizer Hundeforschers Eberhard Trumler, habe ich meine Hündin Fiona im Alter von acht Wochen mit ins Bett genommen. Fiona schlief friedlich und die ganze Familie hatte keine einzige schlaflose Nacht. Natürlich könnten Sie jetzt die Befürchtung äußern: „Einmal im Bett, immer im Bett.“ Das entspricht aber nicht der Natur des Hundes. Trumler schreibt in seinem o.g. Buch: „Das enge Kontaktliegen ist nicht nur ein Verhalten der frühen, sondern auch der späten Kindheit und verliert sich langsam im Laufe des ersten Lebensjahres. Der erwachsene Hund mag beim Schlafen keinen Körperkontakt …“(Trumler, S. 118). Natürlich muss also trotzdem ein Körbchen für Ihren Hund bereitstehen, denn irgendwann wird er alleine schlafen wollen. So ging auch Fiona nach ungefähr einem halben Jahr wie selbstverständlich in ihr lange verschmähtes Körbchen und schlief dort von da an jede Nacht allein.

 

 

 

Urlaub

 

 

 

 

 

 

 

Der Hund sollte ein vollwertiges Familienmitglied sein, d.h. er wird auch überall hin mitgenommen. Ob zu Besuch bei Tante Berta oder Freunden, zum Kurztripp an die Ostsee oder zum Urlaub in die Toskana. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass speziell Dalmatiner in den meisten Hotels und auch in Restaurants herzlich willkommen sind. Voraussetzung für einen Urlaub mit Ihrem Hund im Hotel ist allerdings, dass er eine gewisse Zeit allein bleiben kann. Denn in den Wellness- Bereich und in das Hotelrestaurant darf er meistens nicht mit. Als Dancer 16 Wochen alt war, hatten wir einen Urlaub in einem Parkhotel am Gardasee gebucht. Wir waren schon häufiger mit Tarik in diesem Hotel gewesen, so dass es bei der Reservierung mit Hund keine Schwierigkeiten gab. Nun war Tarik aber ein gehorsamer, älterer Hund gewesen. Wie würde sich ein Welpe verhalten? Wir haben uns einen Trick ausgedacht, wenn wir ihn allein ließen: Er bekam einen sehr großen Schinkenknochen hingelegt, mit dem er mindestens zwei Stunden beschäftigt war. Unser Hund wurde von der Hotelleitung beim Abschied hoch gelobt und wir durften ihn im folgenden Jahr wieder mitbringen.

 

 

 

Was mache ich aber, wenn ich eine Flugreise gebucht habe? In diesem Fall würde ich schweren Herzens die oben aufgestellte Regel missachten. Ein Hund hat meiner Meinung nach nichts in einer engen Transportbox in der Frachtkabine eines Flugzeugs zu suchen. Er wird sich dort furchtbar ängstigen und vielleicht sogar in Panik geraten. In diesem Fall bleibt der Hund besser bei einer vertrauten Person, z.B. einem Freund, einem Familienangehörigen. Im Notfall kann natürlich auch die Züchterin angesprochen werden. Kann man ihn aus irgendwelchen Gründen dort nicht unterbringen, so sollte man sich eine gute Tierpension suchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchempfehlungen

 

Die nachfolgend aufgelisteten Bücher habe ich selbst gelesen und kann sie empfehlen. Diese Liste wird von Zeit zu Zeit aktualisiert. Darüber hinaus habe ich natürlich noch eine Liste von Büchern rund um Hundezucht, Trächtigkeit und Geburt und Aufzucht von Welpen in den ersten Lebenswochen, die ich Interessierten auch gerne zur Verfügung stelle.

 

 

 

- Das andere Ende der Leine, Patricia B. Mc Connell

 

 

 

- Tipps vom Hundeflüsterer, Cecar Millan (Toll zu lesen, kann Ihre Einstellung zu Ihrem Vierbeiner grundlegend ändern.)

 

 

 

- Calming Signals, Turid Rugaas (Ein Buch, was Sie lehren kann, ihren Hund im Umgang mit anderen Hunden zu verstehen.)

 

 

 

- Wölfisch für Hundehalter, Günther Bloch (Das Buch räumt mit vielen Vorurteilen auf.)

 

 

 

- Ausdrucksverhalten beim Hund, Dorit U. Feddersen-Petersen (Ein Grundsatzbuch zur Hundepsychologie.)

 

 

 

- Die Welt in seinem Kopf, Dorothee Schneider

 

 

 

- Verhaltensbiologie für Hundehalter, Udo Gansloßer

 

 

 

- Unsere Hunde - gesund durch Homöopathie, H.G. Wolff (Hier kann man sich einen Einblick in die Anwendung verschiedener homöopathischer Mittel verschaffen.)

 

 

 

- Der Hund an der Leine, Anton Fichtlmeier

 

 

 

- Dalmatiner, Katharina Schegl-Kofler

 

 

 

- Mein gesunder Dalmatiner, Dr. med. vet. L. Ackerman

 

 

 

- Mit dem Hund auf du, Eberhard Trumler ( Das Buch räumt mit vielen Vorurteilen auf und gibt grundlegende Einblicke in das Verhalten unserer Haushunde.)

 

 

 

- Ich lauf` schon mal vor..., Thomas Baumann ( Hier werden alle Bereiche der Hundeerziehung dargelegt und der Aufbau von Übungen, z.B. Futterbeuteltraining, einfach und nachvollziehbar beschrieben.)

 

 

 

- Antijagdtraining, Pia Gröning ( Ein Buch, was Grundsätzliches zur Hundeerziehung vermittelt und nicht nur für Besitzer von kleinen Jägern ein wertvoller Begleiter ist. Viele praktische Übungen und deren Aufbau werden beschrieben.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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